Posts

Die Reise geht weiter...

Bild
Ich hatte vor ein paar Tagen Besuch von meinem Freund Mark aus Südafrika. Er ist Kameramann. Mit ihm war ich unterwegs, auf ECHTEN Schienen :-) Eine stillgelegte Bahnstrecke war der Ort, an dem wir gefilmt haben. Der Grund dafür? Ich möchte gerne ein kurzes Video erstellen, in dem die Idee des musikalischen Zugfahrens auch in Bildern ihren Ausdruck bekommt.        Wir hatten einerseits etwas Pech und andererseits dann großes Glück mit dem Wetter. Die Wettervorhersage versprach viel Regen, doch am Ende hatte es ein bisschen was von Allem  - Wind, Regen, Sonne. Wir haben uns die sonnigen Lücken ausgesucht und auch genug "Material" filmen können, um damit nun die nächsten Schritte zu gehen.  Diese nächsten Schritte sehen so aus, dass das von Mark gefilmte Bildmaterial bearbeitet und geschnitten werden und die Tonspur, die es auch schon gibt, mit den Bildern zusammengefügt werden muss. Wer diese nächsten Schritte in die Hand nimmt, weiß ich noch nicht genau. Da...

Viel los.

Der Frühling schiebt aus vielen Richtungen an. Das hat was Schönes und manchmal auch was Überforderndes. Momentan geht mir etwas die Zeit ab, einfach so Musik zu machen. Dieses einfach so Musik machen hat in den letzten Jahren meistens dazu geführt, dass neue Stücke entstehen. Für mich braucht es diese Räume, in denen ich ohne irgendwelche Hintergedanken spielen kann, damit sich daraus etwas ganz Neues ergibt. Das erleb ich in anderen Bereichen auch. Kennt vielleicht jeder. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Oder? In solchen Räumen hab ich dann auch mehr Begegnung mit mir selbst. Derzeit erwisch ich mich oft dabei, sehr im Außen zu sein, d.h. Ziele zu haben und zu verfolgen, Dinge im Außen zu beobachten, zu bewerten etc. Und dann frag ich mich auch immer wieder, ob das so viel Sinn macht. Oder ist es nicht viel mehr der Weg von Innen nach Außen, der mehr Sinn macht? Je mehr ich bei mir, dadurch innerlich stabil bin, umso besser, leichter und mit mehr Selbstvertrauen kann ich auch al...

Aktive Leuchttürme

  Ich frag mich oft, wieso wir Menschen die Angewohnheit haben, in gefühlt 99 von 100 Fällen zu reagieren anstatt vorab zu agieren. Wenn wir auf etwas reagieren, dann ist das meistens, da dieser Reaktion eine andere Aktion voraus ging. Und oft fragen wir uns nach diesen Reaktionen, wieso es eigentlich so weit kommen musste. Wieso gab’s zuvor nicht eine Aktion, die aus uns selbst heraus entstand, um eine notwendige Reaktion von vorneherein zu verhindern?   Ich glaube, es hängt teilweise damit zusammen, dass unser heutiges Leben oft ein bisschen zu "voll" ist.    Wie siehst Du das?   Auch wenn ich noch keine genaue Antwort auf diese Frage darauf habe, so inspiriert mich diese Tatsache trotzdem oder anders ausgedrückt: sie hilft mir, mich dazu zu entscheiden, immer mehr selbst die Zügel in die Hand zu nehmen.   Was die Musik betrifft, so hat das bei mir gerade die Folge, dass ich wieder vermehrt Inspirationen habe für neue Songs. Das f...

„Good Vibrations“

  „Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik“ ist ein Buch von Prof. Stefan Kölsch; spannend und lesenswert. Komme gleich noch mal darauf zu "sprechen". Ich hatte die letzten Monate oft das Gefühl, dass die Musik noch wichtig sein wird bzw. wieder wichtig wird. Die Systemrelevanz künstlerischer Berufe in Zeiten eines Ausnahmezustands ist, wie wir nun wissen, gering bis nicht existent. Das ist im ersten Moment auch nachvollziehbar, da es Wichtigeres gibt als Musik. Und gleichzeitig ist es aus meiner – sicherlich auch subjektiven Sicht – etwas kurzfristig gedacht. Für die psychische Gesundheit der Menschen sind Gelegenheiten, z. B. Live-Musik zu erleben, sehr wichtig, vielleicht sogar überlebenswichtig. Eintauchen in Musik, die man mag, abtauchen, raus aus dem Kopf, hinein ins Fühlen von Takt und Tonleiter. Das bedeutet ein Eintreten in Räume, in denen wir Vieles sehr schnell einfach mal vergessen können, aus- und abschalten können, unseren Geist einfach mal reisen lassen ...

Vom Lauschen und Schauen...

 Wenn wir als Kind auf die Welt kommen, hören wir ca. 10 Oktaven (20 bis 20.000 Hz). Wenn wir das Sehen in Relation zum Hören setzen, so sehen wir 1/4 Oktave.  So gesehen hören wir 40x so viel wie wir sehen. Beim Säugling ist das erste Sinnesorgan, das ausgebildet wird, das Ohr. Beim Sterbenden ist der letzte Sinn, der geht, der Hörsinn.  Wenn wir uns unsere Welt an sehen , dann sehen wir schon, wohin der Hase läuft. Wir glauben am meisten an Dinge, die wir auch sehen können und das, obwohl die Bandbreite des Gehörs um einiges größer ist.  Was würde passieren, wenn wir der Welt ein bisschen mehr zuhören würden? Öfter mal die Augen schließen und einfach lauschen? Was würden wir da so alles hören? Gutes Lauschen in 2022... bis bald,  Martin

Wir haben einen echten Lokführer an Board 🚂 🎶 🎸

Bild
Es gibt super Neuigkeiten auf Xumbalus musikalischem Zug: Wir haben nun einen echten Lokführer unter uns! Zwar ist er für den Moment ‚nur‘ Passagier, jedoch gibt es ja das große Ziel für unseren Musikzug, ihn eines Tages auf echte Schienen zu bringen, d.h. einen Zug für eine musikalische Ausflugsfahrt zu mieten, um mit allen Xumbalu-Passagieren - bei dann natürlich Live-Musik - unterwegs zu sein. Den Lokführer haben wir also schon, die Musik auch, d.h. wir warten einfach noch den richtigen Zeitpunkt ab und freuen uns schon einmal vor. Habt alle eine schöne Adventszeit – auch oder gerade weil es draußen auf verschiedene Art und Weise gerade sehr windig ist, wünsch ich uns allen ruhige und stille Momente im Inneren.        

Was Live Musik so macht.

Ich hatte gestern die Gelegenheit, mal wieder Live zu spielen. Ein Verein hat sich spontan gegründet, um der Musik eine freie Bühne zu geben und so werden abwechselnd an 2 Orten Konzerte im Freien bzw. an und rund um 2 Bauernhöfe organisiert. Super unkompliziert und super liebevoll gestaltet. Da ich zufällig vor 2 Wochen mit meiner Partnerin Judith dort bei einem Konzertabend war, hatte Judith einfach gefragt, ob sie noch Musiker suchen für kommende Konzerte und siehe da, so kam’s, dass ich dort gestern auch spielen durfte. Und ich hab’s so sehr genossen! Ich frag mich dann immer wieder, was es denn genau ist, das Konzerte so besonders macht. Warum ist der Unterschied so groß, wie wenn ich einfach nur Musik für mich mache? Vorab: ich genieße beides. Doch ein Konzert ist für mich wie ein Fest, zu dem Menschen zusammenkommen und gemeinsam (hoffentlich) eine gute Zeit haben.  Die Musik ist einerseits ‚nur‘ ein Aufhänger, um zusammenzukommen, und andererseits ein Mittel, mit dem die Me...