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Alle Jahre wieder…

…steht dann irgendwie Weihnachten vor der Tür.   Und schon wieder sind es nur noch ein paar Wochen, bis wir die staade Zeit begrüßen dürfen. Wieso ich das schreibe? Weil’s an Weihnachten ja so oft um Geschenke geht.   Aber eins nach dem Anderen.   Mitte des Jahres hab ich begonnen, Gitarrenunterricht zu geben. So darf ich nun ein paar Schülern ein bisschen was von dem, was ich in meinen Jahren an der Gitarre gelernt habe, weitergeben. Und das Unterrichten macht mir echt Spaß - viel mehr als ich es mir vorgestellt hatte.   Durch diese Arbeit darf ich Vieles beobachten. Eine der wertvollsten Beobachtungen für mich ist, dass ich oft das Gefühl habe, dass der Lernende in dem Moment, in dem er sich voll und ganz auf das Instrument (auf das Neuland) einlässt, nur in diesem Moment ist. Es gibt nichts Anderes als das Instrument und die Beschäftigung mit dem, was vom Gehirn durch den Körper (die Hände, die Finger etc.) auf das Instrument übertragen werden ...

September Stopp am Bahnhof „Der kleine Philosoph“

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  Manchmal, wenn ich draußen unterwegs bin, die Natur und die Umgebung beobachte, am Lauschen bin, denk ich mir, was für eine geniale Künstlerin die Natur doch ist. Nehmen wir z. B. Wolken, die sich am Himmel formen, womöglich von der Sonne beleuchtet werden, ständig im Wandel sind. Diese können so schön sein. Einfach so. Manchmal überleg ich mir, ob die Natur das mit Absicht macht oder ob es einfach in ihrer Natur liegt, so zu sein. Und wenn ich so überlege und dann wieder an den Himmel schaue, bemerke ich, wie es schon wieder ganz anders aussieht. Immer noch schön, doch anders schön. Veränderung ist scheinbar ein fester Bestandteil, wenn die Natur in ihrem Fluss bleiben möchte.   Manche sagen, dass alles Klang ist. Wenn ich mir das Ganze noch etwas musikalischer vorstelle, so würde ich sagen, dass Alles Leben eine faszinierende Komposition darstellt; oder  ein Orchester ist, das auf harmonische Art und Weise zusammenspielt bzw. zusammenspielen ...

Bei der Sache sein.

  "Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen."   Johann Wolfgang von Goethe     Dieses Zitat ist eine für mich sehr gute Inspiration für unsere heutige Zeit. Wenn ich diese Zeilen von Goethe lese, so habe ich vor meinem inneren Auge einen Menschen, der in dem Moment des Hörens, Lesens, Sehens und Sprechens nur das tut. Er hört. Er liest. Er sieht. Er spricht. Wie viel tun wir heutzutage, ohne 100 % bei der Sache zu sein? Auf die Musik trifft das aus meiner Sicht ganz besonders zu. Sie ist im Laufe der Zeit zu etwas geworden, dass sehr gut einfach so im Hintergrund laufen kann. Denken wir einfach mal 150 Jahre zurück. Da gab es noch keinerlei Tonträger. Wenn man Musik hören wollte, gab es nur die Möglichkeit, diese live zu erleben. Was wir heute haben, ist fast das genaue Gegenteil. Wir können Musik ...

Dauerschleife oder: ein Kratzer im Vinyl?

„Definition von Wahnsinn: immer wieder das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten. “ Diese Definition stammt von Albert Einstein. Für mich findet sich darin eine gewisse Provokation, doch eine, die mich zum Nachdenken anregt. Es ging mir schon oft so, dass ich gewisse Erfahrungen, die ich gar nicht gut fand, wie in einer Dauerschleife immer und immer wieder gemacht habe. Und das Einzige, woran ich dachte, war: wieso passiert mir das jetzt schon wieder? Erst als ich darauf kam, dass ich irgendwie immer das Gleiche tat (nur in neuem Gewand), dachte ich mir, ich könnte ja auch mal ausprobieren, beim nächsten Mal etwas ganz anderes zu tun. Und siehe da: ich konnte das Ganze für mich lösen und entkam dadurch dem „Wahnsinn“. Gewisse Dauerschleifen bestehen auch heute noch und ich such noch den Ausgang daraus… Letztendlich war und ist es immer meine innere Haltung, die entscheidend dafür war, wie es weiter geht. Mach ich so weiter wie bisher oder lass ich mich auf Veränderung ein und heiß...

Zukunft der Musik

Ich habe zufällig diesen Artikel hier gelesen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/digitalisierung-musikbranche-101.html Er zeigt aus meiner Sicht einige der Schwierigkeiten, der sich die Musik-Branche gegenüber sieht, ganz gut auf. Das hat sich in den letzten beiden Jahren zwar verschärft, hatte seine Anfänge jedoch schon viel  früher. Was mir in dem Artikel allerdings völlig fehlt, ist die Fragestellung, ob sich die Musik nicht vielleicht ganz generell in eine völlig andere Richtung entwickeln möchte. Es geht hier in dem Artikel - wie so oft - sehr stark um das Existieren, das materielle Überleben eines Künstlers. Und das ist auch wichtig, aaaaaber ;-) Meiner Meinung nach sollte es im Leben nicht darum gehen, zu existieren (manche sagen auch überleben), sondern um zu leben. Ich möchte vor meinem Tod nicht sagen: ich hatte eine gute Existenz. Ich möchte sagen: ich hatte ein schönes Leben und habe mit dem, was ich getan habe und wie ich gelebt habe, die Vielfalt, die d...

Brücken

  Ich saß vor ein paar Tagen mit einem Musiker-Kollegen zusammen. Wir tauschten uns darüber aus, wie schnell sich viele Dinge gerade verändern und wie neue Symbiosen entstehen, wenn wir sie zulassen. Wir sprachen darüber, wie sehr sich die Musik und vor Allem die Art und Weise, wie „man“ an Musik kommt, in den letzten Jahren verändert hat. Wie sehr die Live-Musik in den letzten Monaten zu kurz kam. Und wie wir uns auch neu erfinden dürfen und neue Wege gehen dürfen (wie z. B. das musikalische Zugfahren). Und wir sprachen über die Musik als Brückenbauer. Die Musik ist ein verbindendes Element wie kaum etwas anderes. Es ist eine Sprache, die jeder Mensch versteht. Und womöglich geht es nun auch darum, mit der Musik Brücken zu bauen, die ganz woanders landen als bisher. Es ist Zeit, neue Wege zu gehen. Wohin es uns führt, wenn wir uns auf den immer gleichen Pfaden „gehen lassen“, sehen wir täglich. Wollen wir wirklich so weitergehen? Es braucht Mut, innere Flex...

Die Reise geht weiter...

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Ich hatte vor ein paar Tagen Besuch von meinem Freund Mark aus Südafrika. Er ist Kameramann. Mit ihm war ich unterwegs, auf ECHTEN Schienen :-) Eine stillgelegte Bahnstrecke war der Ort, an dem wir gefilmt haben. Der Grund dafür? Ich möchte gerne ein kurzes Video erstellen, in dem die Idee des musikalischen Zugfahrens auch in Bildern ihren Ausdruck bekommt.        Wir hatten einerseits etwas Pech und andererseits dann großes Glück mit dem Wetter. Die Wettervorhersage versprach viel Regen, doch am Ende hatte es ein bisschen was von Allem  - Wind, Regen, Sonne. Wir haben uns die sonnigen Lücken ausgesucht und auch genug "Material" filmen können, um damit nun die nächsten Schritte zu gehen.  Diese nächsten Schritte sehen so aus, dass das von Mark gefilmte Bildmaterial bearbeitet und geschnitten werden und die Tonspur, die es auch schon gibt, mit den Bildern zusammengefügt werden muss. Wer diese nächsten Schritte in die Hand nimmt, weiß ich noch nicht genau. Da...